Morgengebet 24. März 2020

Guten Morgen, Gott,

da bin ich wieder. Mir geht so viel durch den Kopf:

Bilder von angespannten Politikergesichtern, Worte von Virologen, Prognosen, Szenarien.

Ich bin verunsichert:

Lieber nicht einkaufen, bloß nicht zum Arzt müssen, nicht mit Öffis fahren.

Ich verändere mich:

Mir wird mulmig, wenn jemand zu nah kommt, ich frage mich, ob ich noch grüßen darf, ich spüre, dass die Hamsterei mich ansteckt.

Ach Gott, was ist nur los?

Ich will mein altes Leben zurück! Was heute schön werden könnte – fragst Du?

Ich werde in den Wald gehen, und ich freue mich auf die Sonne im Gesicht.

Ich werde meine Freundin anrufen, wir haben lange nicht gesprochen.

Ich werde Ausschau halten nach Dir.

Wär‘ schön, Du kommst vorbei.

Amen.

Verfasserin: Insa Rohrschneider

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